Eastside-Tour – Etappe 7: Ueckermünde – Anklam (~ 37 km)

Ende und Anfang, Dank spontaner Planänderung. Aber von vorn.

Der Tag begann wie immer mit Frühstück. Nach dem wir glaubten, das letzte sei kaum steigerungsfähig, wurden wir echt umgehauen. Natürlich nicht so persönlich, aber wir fanden in der Pension ein wirklich umfassendes Buffet vor, bei dem nichts fehlte.

Frühstück

Grundsätzlich kann man wirklich alles empfehlen was Bett & Bike zertifiziert ist. Die Kriterien sind sinnvoll und ein gutes Frühstück ein Bestandteil dieser. Die Taschen waren schnell wieder eingepackt und wir auf dem Weg in Richtung Westen. Kaum, dass wir uns versahen, waren wir auch schon in Mönkebude. Der kleine Strand am Stettiner Haff machte Lust auf mehr Meer <3

Strand Mönkebude

Der Weg führte parallel zur Straße weiter durch den Wald, eines der wenigen Stücke ohne Asphalt. Aber der weiche Waldboden, ohne Wurzelauftrieb, ist gut zu fahren. Mit dem größten Vergnügen sausten wir den kurvigen Weg entlang.

Kurz hinter Bugewitz erreichten wir auch schon den Rand des Moorwaldes „Anklamer Stadtbruch„. Mega. Sieht erst Mal schon irre aus.

Ich war hin und weg. Am Himmel kreiste ein Seeadler, außer einer handvoll Leuten, die Vögel beobachteten waren wir allein. Das ganze Gebiet sieht spooky aus, die „ertrunkenen“ Bäume schafften eine abgefahrene Kulisse. Wir entschieden uns statt des regulären Weges die Route über den ehemaligen Bahndamm zu nehmen. Der Weg ist kaum zu befahren, schon gar nicht mit Gepäck. Das störte uns wenig, wir entschlossen uns eh zu schieben, so kann man viel besser Vögel beobachten. Mein großer Wunsch Kormorane zu sehen wurde gleich 100-fach erfüllt. In Massen sitzen sie auf den toten Bäumen. Auch Reiher und Gänse auf Reisen gab es zu sehen.

Um diese Tiervielfalt auf Bildern festzuhalten, reicht ein Smartphone leider nicht – aber Hagen hatte zum Glück ein kleines Taschen-Spektiv dabei, so dass wir zumindes ganz gut beobachten konnten. Nach dem wirklich beeindruckenden Spaziergang ging es gleich eindrucksvoll weiter. Wir hatten das Fischerdorf Kamp erreicht. Hier gibt es nicht nur die Fahrradfähre nach Usedom und spitzen Fritten am Imbiss – sondern auch einen phantastischen Blick auf die Hubbrücke Karnin

Der Rest der kurzen Etappe war schnell geschafft, und wir erreichten Anklam. Die Stadt ist zu großen Teilen schön saniert, und es wird sich echt viel Mühe gegeben kulturelle Angebote zu schaffen. Zum Beispiel der Demokratiebahnhof, sehr nette Leute, oder auch das Aeronauticon (kostenlos!). Hier konnten wir „Hummel“  und Antonow bestaunen.

Die Menschen in der Stadt wirken nicht sonderlich zufrieden, die letzten Wahlergebnisse sprechen sicher für sich… schön ist es hier trotzdem. Natürlich begegnet einem Lilienthal nicht nur am Flugplatz, so ist er doch einer der berühmtesten Söhne der Stadt an der Peene.

Der Weg zur Unterkunft führte uns noch am ehemaligen Wehrmachtsgefängnis und der davor liegenden ehemaligen Kriegsschule vorbei. Ersteres ist ein Museum – das beeindruckende Gebäude der Kriegsschule verfällt.

Wehrmachtsgefängnis Anklam

Für Hagen wird die Reise hier in Anklam zu Ende gehen, morgen früh geht es für ihn mit dem Zug zurück. Schließlich muss ja seine Radiosendung „Hörtest“ auf Radio Zusa vorbereitet werden 😉 Ich habe mich entschlossen meine Rückfahrkarte verfallen zu lassen und noch weiter zu fahren. Das Haff macht Lust auf mehr, ich will Usedom sehen und ans Meer. Also beginnt in Anklam für mich ein neuer Touren Abschnitt, ab morgen dann allein.

 

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