Eastside-Tour – Etappe 3: Ratzdorf – Lebus (~ 64 km)

Ein perfekter Start – und ein Ende ohne Internet.

Wir hatten prima geschlafen. Die Unterkunft  ist wirklich außerordentlich zu empfehlen. Super freundlich, die beste Dusche und das Frühstück perfekt.

Frühstück

Nachdem wir uns beim Frühstück reichlich Zeit gelassen hatten, ging es entspannt entlang der Oder weiter. Nur Natur und das ein oder andere Schaf. Bis selbst Schafe verboten waren.

Beim Frühstück hatte ich noch vom Kloster in Neuzelle gelesen, den Gedanken jedoch schnell verworfen, Umwege müssen ja auch nicht sein. 😉 Plötzlich aber war der Deich gesperrt, Bauarbeiten. Brav folgten wir der Umleitung und es sollte nicht lang dauern und am Horizont tauchte das Kloster auf.

Kloster Neuzelle

Stoppen wollten wir dennoch nicht, waren wir doch gerade erst gestartet. Also vorbei an Kloster und Klosterbrauerei, der Umleitung folgen. Wie immer, Nerv wenn man mitten durch denn Ort muss. Besser sollte es auch nicht werden, die Umleitung führte an der Bundesstraße nach Eisenhüttenstadt entlang. Nicht wirklich schön. Schlussendlich ging es wieder von der Bundesstraße weg und schon waren wir am Oder-Spree-Kanal. Wir hatten Fürstenberg/Oder erreicht.

Eigentlich wäre ich gern bis Eisenhüttenstadt hoch gefahren, sozialistische Planstadt, das ist schon spannend. Aber das Gegurke über die Umleitung und mitten durch Fürstenberg hatte schon gereicht, wir wollten zurück auf einen entspannten Radweg. Den hatten wir zum Glück bald wieder vor uns und schon bald tauchte die imposante Ruine des Kraftwerks Vogelsang vor uns auf.

Kraftwerk Vogelsang

Weiter ging es entlang der wunderschönen Oder, hin und wieder Mal ein Graureiher, sonst Stille. Wetter passte, wir kamen vorran. In Aurith dann – juchu – ein Platz zur Einkehr! Kaffee genau zur rechten Zeit, und zudem auch noch Pflaumenkuchen. Wieder frisch. Noch besser als der letzte. Yummi.

Kaffee & Pflaumenkuchen

Nach einem riesigen Stück davon besiegten wir das das Kuchenkoma und radelten weiter. Es ging entlang der Oder-Wiesen, zum heulen schön.

Ein scharfer Knick führte uns um den Brieskower See, ein Stückchen ohne Gegenwind – auch mal schön. Leider ging es dann bis Lossow auch wieder an der Bundesstraße lang. Belag zwar top, aber der Abgasnebel und Lärm fetzt null. Hinter Lossow dann Nebenstraße, als Lohn eine super Abfahrt über die Lossower Berge. Noch einmal um die Kurve, und da war auch schon Frankfurt/Oder. Auch hier eindrucksvolle Häuser, viele schön saniert, manch eins wartet noch.

Ruine in Frankfurt/Oder

Wir hatten den Innenstadt-Bereich erreicht, gestaltet mit einer langen Uferpromenade. Die Stadt lockte nicht, also suchten wir uns eine nette Bank und machten eine kleine Pause.

Pause in Frankfurt/Oder

Die Verfügbarkeit von mobilem Netz müsste genutzt werden, eine Unterkunft für die Nacht galt es aufzutreiben! 12km weiter in Lebus wurden wir fündig.
Also ein letzter Blick auf die innerstädtische Oder und wieder aufs Rad.

Entlang der Promenade ging es raus aus der Stadt und – hurra – weiter entlang der Bundesstraße. Läuft bei uns. Aber immerhin, auch hier war der Belag neu und gut, was doch eine Entschädigung war. So ging es nun über die Oder-Berge. Inmitten dieser führte uns der Weg wieder über einen kleineren Nebenweg.

Oben am letzten Berg, dann ein toller Weitblick über die alte Oder und die Adonishänge. Ein freundlicher Herr erklärte, dass man hier im April ein Meer von Adonisröschen blühen sehen kann. Wir rollten weiter und erreichten sogleich die Lebuser Oberstadt (Stadt… naja… :D). Den Berg runter Richtung Oder ging es schnell, schon bald erreichten wir unsere Unterkunft. Die Räder abgestellt und ab zur nächsten Speisegaststätte – der Name war Programm: Zum Oderblick.

Oder-Strand

Der Verdauungsspaziergang führte uns noch Mal auf den Berg, wo man eindrücklich den Grundriss des nicht mehr vorhandenen Schlosses begutachten kann. Noch viel schöner aber der Fernblick, bis weit über das Ostufer der Oder.

Zurück an der Unterkunft, für mich auf jeden Fall Frust. Mobiles Netz ist ja nicht, und das WLAN der Unterkunft ist ein Witz. Zwar gibt es Zugangsdaten, nur was nützen die, wenn das WLAN gar nicht zu empfangen ist? Sorry, im Jahre 2018 nicht zeitgemäß. Setzen. Das heißt halt auch, keine Bilder hochladen, keine Links heraus suchen, kein fertiger Bericht des Tages. Vielleicht wäre ich nur halb so angepiept, wenn der Mensch am Telefon die Wahrheit gesagt hätte bezüglich des WLANs, denn dann hätte ich die Chance gehabt nach einer alternativen Unterkunft zu suchen. So bleibt nur hoffen, dass es morgen die Gelegenheit gibt, das irgendwo nach zu holen. Over and out.

P.S. Ja, die Gelegenheit gab es dann am nächsten Abend – deswegen dieser Beitrag jetzt mit einem Tag Verspätung 😉

 

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