Eastside-Tour – Etappe 1: Görlitz – Köbeln (~ 70 km)

Heute ging es wirklich los – inklusive Wanderung!

Aber wie gehabt, von vorn: Die Nacht war geruhsam und das Frühstück super.

Frühstück

Unsere Pension war auf sehr sympathische Weise anders, so durfte ich im Dachgeschoss nächtigen, das Zimmer betrat man durch das Bad mit freistehender Wanne auf wunderschönem Holzfußboden, um dann durch einen 1,60m niedrigen Durchgang in den Schlafraum zu gelangen (auch hier war aufrechtes gehen unmöglich). Aber alles super herzlich und liebevoll. Das Frühstück gab es nebenan beim Gastgeber und es mangelte an nix!

Gestärkt packten wir die Räder und schon sausten wir los, Richtung Norden. Ein letzter Blick zurück auf die eindrucksvollen Türme der Peterskirche, und schon sausten wir bei feinstem Sonnenschein entlang der Neiße abwärts, geleitet von den Grenzsteinen, die uns heute den ganzen Tag begleiten sollten.

Der Weg war super, auch im Vergleich zum letzten Jahr, entlang der Saale und Elbe, waren wir echt verzaubert. Breite Wege, super Belag, wir kamen wirklich zügig voran. Schon bald hatten wir die Kulturinsel Einsiedel erreicht. Eigentlich war geplant, hier einen Stopp auf ’n Kaffee einzulegen – aber das Café war geschlossen, wie auch die Aussichtsplattform mit Blick über das Gelände. Wir hatten dementsprechend auch keine Lust mehr weiter zu gucken und begnügten uns mit einem Blick über den Zaun auf die vielen eindrucksvollen Bauten. Ein riesiges Gelände, aber uns zog es weiter. Nach einem weiteren Stück Fahrt durch die hübschen Neißeaue fanden wir ein ruhiges Plätzchen zur Rast. Naja, fast ruhig, das rauschende Wasser machte Gespräch kaum möglich. Amüsiert konnten wir hier eine Jugendgruppe beobachten, die todesmutig den reißenden Strom über den kleinen Wasserfall mit Booten bereiste 😉

Weiter ging es. Prompt kam uns ein Grenzpatrouille der Bundespolizei entgegen… Europa und so… *augenverleier* …haben wohl sonst nix zu tun. Egal, wir genossen die entspannte Fahrt durch das Biosphärenreservat Oberlausitz und die großartige Sicht auf den Fluss. Ich mein hey, die Saarschleife kennt jeder – aber das kann die Neiße auch (okay, vielleicht etwas kleiner…)

Durch Kiefernwald (Bä, Monokultur) ging es fröhlich weiter, der Weg weiter nahezu perfekt, nur gelegentlicher Wurzelauftrieb trübte die Freude kurzzeitig. Der größte Teil der Strecke bis jetzt im Schatten, was bei dem mega Wetter gut tat.

Wir trafen bis jetzt – im Vergleich zur Vorjahrestour – kaum andere Radler und die Stille wurde lediglich ab und an durch Schüsse aus dem naheliegenden Truppenübungsplatz unterbrochen (braucht niemand, kann weg). In „Klein Priebus“ lockte ein Schild mit Kuchen – Pflaumenkuchen mit Streuseln. Noch ein bisschen warm, so frisch gebacken. Yummi.

btr

Das nächste Schild zeigte, nur noch 25 km bis Bad Muskau, also kurbelten wir fröhlich weiter, zwischen Sonnenblumen-Feldern und Neiße. Wir kamen gut voran, die ersten Hinweise, dass wir Richtung Ostsee fahren tauchte auf 🙂

Noch 2-3x reingetreten und schon tauchte vor uns der Fürst-Pückler-Park  auf. Während es scheinbar die meisten Leute auf die andere Neiße-Seite zum „Polenmarkt“ zieht, sausten wir durch den riesigen Park weiter bis Köbeln, einem Ortsteil von Bad Muskau (und die nördlichste Siedlung in Ostsachsen). Dort fanden wir Unterkunft. Dann nur fix das Gepäck abgeladen und wieder auf die Räder, zurück zum Pückler.

Und wenn man schon Mal im Fürst-Pückler-Schloss im Fürst-Pückler-Park ist, isst man natürlich auch ein Fürst-Pückler-Eis. Echt Mal.

Fürst-Pückler-Eis

Und weil wir ja ein bisschen irre sind, ließen wir die Räder stehen (hatten ja schon genug Kilometer weg), und spazierten noch zwei Stunden und mehrere Kilometer durch den riesigen Park. Vor allem der Teil auf polnischer Uferseite hatte es uns sehr angetan, voll mit riesigen Buchen und immer wieder der Blick auf das Schloss.

Der Pückler war glaub echt ein Freak, aber das mit der Landschaftsgestaltung hatte er schon raus (auch wenn mir jetzt die Füße weh tun…)

Der Rest von Bad Muskau ist eher so… Traurig. Was natürlich nach der gestrigen Pracht noch mehr auffiel. Am Ende fanden wir aber noch was zum Essen, und satt und müde radelten wir mit den kitschigen Bildern des Schlosses im Kopf zurück zum Hotel, endlich liegen!

Fürst-Pückler-Schloss

PS. Falls mir mal jemand eine Freude machen will – diese riesigen Löwen vor dem Schloss, so einer davon würde in unserem Garten schon sehr gut aussehen!

 

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